Ausstellung, Performance, 2023
Multisensoric – held space by truefeeling ist ein transdiziplinäres Ausstellungsformat, an dem wir einen Raum zur sinnlichen Erfahrung schaffen.
Hierzu wird ein Braver*Space von kollektiv truefeeling (Joanna Coleman und Julia Fischer) und den von uns eingeladenen Künstler*innen eröffnet und gehalten.
Wir laden Daphne von Schrader ein, den Raum mit textilen Skulpturen auszustatten, die das Publikum interaktiv benutzen, bewegen, gestalten kann.
Außerdem zeigen wir ihren Film ‚Dairy‘ 2023 (Leona Tuchacek, Daphne von Schrader, Film 2023, 8min)
Stefan Voglsinger setzt sich mit audiovisuellen Techniken in Bezug auf Körper auseinander: Analoge Film- und Diaprojektoren, Video- und Überwachungskameras, Lichtquellen, akustisch verstärkte Objekte und analoge Elektronik sind Bausteine der Performance. Mit modifizierten Super8 und 16mm Filmprojektoren, verschiedenen Filtern, Prismaeffekten, Glasgefäßen oder Spiegel wird das projizierte Bild fragmentiert und geformt und der Raum stetig verändert.
Musikalisch begleitet wird der gesamte Abend mit einem Ambient / Drone / Elektroakustik Soundscape von David Pridal, Daphne von Schrader und Sandro Nicolussi.



Wir erforschen das emanzipatorische Potential zwischenmenschlichen Kontakts. Kann das Erleben von körperlicher, sowie emotionaler Nähe, Intimität, Berührbarkeit und Konsens als Aufbegehren gegen das Patriarchat erfahren werden, dass durch die Verdrängung benannter Thematiken auf der einen Seite und ihrer kommerzielle Ausbeutung und Korruption auf der anderen Seite erhalten wird?
Gemeinsam ergründen wir Fragen der Intimität und Sexualität, des Kontakts und der Berührung. Uns fasziniert die Möglichkeit der Entwicklung von mentalen und realen Schutzräumen durch die Arbeit mit Gefühlen. Hierbei agieren wir immer als Künstlerinnen und kulturschaffende Frauen*. Wir interessieren uns besonders für Methoden und Wege, die die Fähigkeit der selbstbestimmten Begegnung und Berührung unterstützen. Was braucht Kontakt? Wann ist eine Berührung gut und sicher?
Zentrales Thema ist das Spüren der eigenen Grenzen. Wo höre ich auf, wo fängt die andere Person an? Emanzipatorische Berührung passiert auf dieser Grenze mit einem lebendigen:
Ja, unbedingt!
Text: Julia Fischer